Nordrhein-Westfalen-Zeichen - Mit Erlass vom 01. Oktober 2009 (MBl.NRW. 2009 S. 530) ist das Nordrhein-Westfalen-Zeichen zur Verwendung durch Jedermann freigegeben worden.
"SWAT-Action-Air"

SWAT-Action-Air

Wie bereits erwähnt, möchten wir ein kleines „SWAT-Action-Air“ Team auf die Beine stellen.
Action-Air kommt aus dem Bereich des „IPSC“. Normalerweise wird IPSC mit Großkaliber geschossen, aber mittlerweile wird dieser Sport auch mit Airsoftwaffen ausgeführt. Die Ziele und die Abläufe sind gleich nur die Regeln wurden etwas angepasst, sowie die Größe der Ziele und die Entfernung zu diesen ebenfalls. 
Der Vorteil beim Action-Air das man diesen Sport fast überall ausüben kann. Der Platzbedarf ist geringer und man muss auch nicht die sehr strengen Auflagen für das richtige IPSC beachten, da wir ja „nur“ mit Airsoftwaffen schießen. Da es auch theoretisch unbegrenzte Zahl von Parcours gibt, kann man sich immer wieder neuen Herausforderungen stellen.
Wir orientieren uns zwar an den strengen Regeln des IPSC, passen diese aber an unsere Bedürfnisse an. Somit haben wir dann zwar keine Möglichkeit an offiziellen Wettkämpfen und Events teilzunehmen, aber das möchten wir sowieso nicht machen. Und wir brauchen auch keine Pflichtmitgliedschaften in einem  Schützenbund.

Beim „SWAT-Action-Air“ geht es darum einen Parcours mit Hindernissen und Zielen zu überwinden. Dabei wird nicht nur die Trefferzahl gewertet, sondern auch die Zeit die man benötigt um den Parcours zu durchlaufen. Die Maximale Anzahl von Airsoft-Kugeln (BB´s) wird pro Parcours fest vorgegeben. Man kann zwar so oft schießen bis man das Ziel auch getroffen hat, aber aufgrund der begrenzten Schusszahl sollte man schon genau zielen. Sonst steht man an den letzten Zielen ohne Munition da.
Die Ziele sind alle Transparent, so dass man nicht den Anschein erweckt, aus der Deckung zu schießen. Auch ist es vor jedem Durchgang erlaubt, den Parcour ohne Waffe zu durchschreiten um sich alle Ziele und Hindernisse genau anzuschauen und sie sich auch evtl. einzuprägen. Somit weiß jeder Schütze was ihn erwartet und wo sich welche Ziele befinden.

Ausrüstung und Waffen

Für unser „SWAT-Action-Air“ Shooting braucht man eigentlich keine besondere Ausrüstung oder Waffen, da diese ja eh schon vorhanden sind. Es hat sich nur gezeigt das Waffen mit Airsoft-Gas oder CO2 am besten geeignet sind. Zum einen haben die genügend „Kraft“ um auf den Zielscheiben ein verwertbares Loch zu hinterlassen und zum anderen kann man eine recht hohe Schusszahl erreichen ohne einen Gearbox-Jam zu provozieren.

Waffen-Klassen

Normalerweise gibt es bei den Waffen verschiedene Klassen, aber bei uns nur zwei. Einmal die „Standard-Klasse“ und die „Offene-Klasse“. Unter die „Standard-Klasse“ fallen alle Airsoftwaffen die man so kaufen und verwenden kann. Auch Waffen die man beim Skirm oder Airsoft-Spielen verwendet, fallen unter diese Klasse. Unter die „Offene-Klasse“ fallen die Airsoft-Waffen die man speziell für das AIPSC-Aufrüsten kann. Für dieses spezielle Waffen-Tuning gibt es eine Menge an Zubehör, was man sich auch bei unserem Sponsor BEGADI bestellen kann.

Zeitnahme und Wertung

Die Zeit wird mit Hilfe eines Timers (Stoppuhr)gemessen.
Die Zeitmessung wird vom „Range-Officer“ (Schiedsrichter) manuell gestartet. Die Zeitmessung endet entweder nach Durchlaufen des Parcours durch die Betätigung eines Tasters durch den Schützen, oder durch das Treffen einer sog. „Stoppplatte“. In beiden Fällen wird die Zeitmessung gestoppt und fließt in die Wertung mit ein.
Bei den Zielscheiben gibt es drei Wertungszonen die mit „A“, „B“ und „C“ Bezeichnet werden.
Die höchsten Punkte gibt es für die Trefferzone „A“ und die wenigsten für „C“.
Bei Pendelzielen oder Poppern (Ziele die nach einem Treffer sichtbar umfallen) gibt es nur einen festen Wert für den Treffer.
Es gibt auch Zielscheiben die als „No-Target“ gekennzeichnet sind und nicht beschossen werden dürfen. Werden diese trotzdem beschossen, wird dem Schützen eine gewisse Anzahl an Strafpunkten angerechnet.
Bei der Auswertung werden die Treffer und die Zeit, die benötigt wird um den Parcours komplett zu durchlaufen, berücksichtigt und nach folgender Formel ausgewertet:

Addieren aller Treffer – Strafpunkte
----------------------------------------------------  = Hit-Factor
Benötigte Zeit (auf 2 Dezimalstellen hinter dem Komma genau)

Der „Hit-Factor“ ist der Wert, der bei der Wertung berücksichtigt wird und das letztendliche Endergebniss anzeigt.

Parcours Aufbau und Ziele

Der Aufbau des Parcours kann variieren und auch immer wieder geändert werden.
Die Ziele bestehen aus festen Zielscheiben, wobei unterschieden wird ob es sich um „Ziele“ oder um „No-Targets“ handeln, mit insgesamt drei Wertungszonen. Wenn man die Ziele trifft, werden diese nach den Wertungszonen gewertet. Wird aber ein „No-Target“ beschossen, werden pro Treffer Strafpunkte angerechnet.
Weiterhin gibt es dann noch bewegliche Ziele wie z.b. Popper, Pendel oder andere. Bei den beweglichen Zielen reicht es das Ziel soweit zu treffen das es sich sichtbar bewegt. Das wird dann als Treffer mit einer vorher festgelegten Punktzahl gewertet.
Die Hindernisse bestehen aus durchsichtigem Material und dürfen nicht überwunden werden. Sie dienen dazu bestimmte Bereiche zu trennen und den Schützen zu „zwingen“ sich in eine andere Schussposition zu begeben um das Ziel zu beschießen.

Ablauf

Nach dem erfolgreichen Aufbau eines Parcours hat jeder genügend Zeit sich alles in Ruhe anzuschauen. Die Schützen dürfen also den Parcours in Ruhe abgehen und sich alle Ziele anschauen. Somit kann sich auch jeder eine eigene Strategie zurechtlegen wie er den Parcours durchläuft und die Ziele beschießt.
Wenn alle mit der Besichtigung soweit durch sind, wird der Parcours geräumt. Aus Sicherheitsgründen hat dann nur noch der Schütze und der Schiedsrichter (Range-Officer) das Recht den Parcours während des Wettkampfes zu betreten. Zuschauer müssen sich in der zuvor abgesperrten Safe-Zone aufhalten.
Der Schütze und der Range-Officer nehmen in dem Startbereich des Parcours Aufstellung.
Die Waffe(n) sind dabei geholstert. Ob sie bereits  geladen werden dürfen, oder nicht und oder ob sie gesichert sind oder nicht, wird vorher abgesprochen.

Der Range-Officer fragt dann den Schützen ob er bereit ist. Ist der Schütze bereit, bestätigt er dies und der Range-Officer wird das mit dem Kommando „Stand-by“ bestätigen. Kurz darauf wird der Range Officer durch das betätigen eines akustischen Signals die Zeitmessung starten und den Parcours freigebe. Der Schütze hat somit das Recht seine Waffe zu ziehen und sich im Parcours zu bewegen und die Ziele zu beschießen. Der Range Officer folgt dem Schützen und beobachtet ihn auf evtl. Regel- oder Sicherheitsverstöße, die dann zum sofortigen Abbruch des Vorgangs führen.

Nach dem der Schütze alle Ziele erfolgreich (oder auch nicht erfolgreich) beschossen hat und den Parcours entweder durch das Treffen einer „Stoppplatte“ oder durch das betätigen eines Tasters und die Zeitnahme beendet, wird dieser durch den Range-Officer aufgefordert die Waffe zu entladen, die Sicherheit herzustellen und diese dann zu Holstern oder abzulegen.

Anschließend werden die Treffer der Zielscheiben aufgenommen. Der Schütze darf die Wertungsrichter dabei begleiten. Nach der erfolgreichen Aufnahme aller Treffer und Fehlschüsse,  werden die Schuss-Löcher mit Hilfe von Schuss-Pflastern abgeklebt und die Fallziele wieder aufgestellt.
Nach einer letzten Inspektion des Range-Officers wird der Parcours für den nächsten Schützen freigegeben.
Je nach dem, kann der Parcours entweder „Sportlich“ oder „Einsatz-Taktisch“ durchlaufen werden.
Bei der Option „Sportlich“ ist keine feste Kleiderordnung vorgegeben. Bei der Option „Einsatz-Taktisch“ wird der Parcours in der „Einsatzkluft“ durchlaufen. Dabei kann man entweder alleine oder mit einem Partner zusammen den Parcours durchlaufen, wobei sich die beiden Schützen vorher absprechen können wer welches Ziel beschießt. Beim „Partner“ Durchlauf müssen nur beide Schützen zusammenbleiben. Sie dürfen sich nicht voneinander entfernen um somit einen Zeitvorteil sich zu „er schummeln“.
Weitere Möglichkeiten für einen Ablauf können später noch erarbeitet werden.
 

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