Funkgeräte für Airsoft
Nordrhein-Westfalen-Zeichen - Mit Erlass vom 01. Oktober 2009 (MBl.NRW. 2009 S. 530) ist das Nordrhein-Westfalen-Zeichen zur Verwendung durch Jedermann freigegeben worden.

 

Funkgeräte haben sich beim Airsoft als ein sehr wichtiges und taktisches „Must have“ gemausert. Immer wieder fragen sich gerade Anfänger welches Funkgerät doch am besten sei. Bei den Geräten gibt es mittlerweile so eine große Auswahl, dass wirklich für jeden Geschmack und Einsatzzweck etwas dabei ist. Beim Airsoft hat sich das Frequenzband „PMR“ durchgesetzt. PMR steht für „Private Mobile Radio“ und ist Anmelde– und Gebührenfrei. Neben diesem Frequenzband gibt es noch einige andere. Viele davon sind nur den Behörden vorbehalten (BOS-Funk) und / oder Anmelde– und Gebührenpflichtig, wie z.B. einige Bereiche vom 2-Meter Band, was unter anderem auch von einigen Betrieben verwendet wird, daher auch der Name „Betriebsfunk“. In der Tabelle findet man eine Aufstellung über die verfügbaren Frequenzbänder die frei verfügbar sind. Das PMR-Band hat sich wohl als das am geeignetsten Band herausgestellt, da es zum einen eine Vielzahl von Geräten auf dem Markt gibt und zum anderen die Geräte selber auch recht klein und handlich sind. Ein weiterer Vorteil ist auch die Sprachübertragung, die gegenüber dem recht populären CB-Funk viel klarer und verständlicher ist. Einige Anfänger meinen ja das man mit dem bekannten CB-Funk genauso gut zurechtkommt als mit PMR, aber die Praxis hat es gezeigt das dies leider nicht der Fall ist. Der Vorteil von CB gegenüber PMR ist zwar die Sendeleistung und damit verbundene höhere Reichweite, aber die Geräte sind zum einen recht groß, brauchen recht viel Strom, wegen der höheren Sendeleistung, und haben auch keine so gute Sprachqualität. Meistens sind die Kanäle auch alle so überladen, dass man keine wirklich guten Funksprüche drüber laufen lassen kann und somit die Absprache untereinander fast unmöglich macht. Beim PMR hat man zwar nur eine max. Sendeleistung von 500 mW, aber dank der Technik wird die Sprache wesentlich besser und klarer übertragen. Bei einigen Geräten erfolgt die Übertragung auch Digital, so dass man auch Unterkanäle verwenden kann um eigene Funkgruppen einzurichten. Der Vorteil dabei ist, dass man dann ungestört mit seinen Kameraden sprechen kann, ohne das gleich das gegnerische Team alles mitbekommt.

Übersicht der Frequenzen und Bänder

Frequenzband

Frequenzen

Kanäle

Max. Leistung

Bemerkung

PMR analog*

446,000 - 446,100 MHz

8

500 mWatt

Unterkanäle mit CTCSS/DCS möglich

PMR *
digital/DMR 466

446,1 - 446,2 MHz

8 bzw. 16

500 mWatt

Unterkanäle mit DCS möglich

Freenet

149,025 - 149,1125 MHz

6

500 mWatt

Unterkanäle mit CTCSS/DCS möglich

LPD

433,075 - 434,775 MHz

69

10 mWatt

 

CB

26,565 - 27,405 MHz

80

1 bzw. 4 Watt

AM/FM-Modulation möglich

* Laut der Bundesnetzagentur ist die Allgemeinzuteilung der PMR-Frequenzen bis zu, 31.12.2022 befristet.

Beim Frequenzband „Freenet“ stehen einem nur 6 Kanäle zur Verfügung und da dieses Band auf einer anderen Frequenz arbeitet, kann man somit auch nicht mit anderen Spielern kommunizieren die PMR-Geräte besitzen. Zwar sind die Geräte sehr robust und auch Spritzwassergeschützt, aber auch recht teuer. Es gibt auch Freenet Geräte von einigen Herstellern, die man nur mit Hilfe einer bestimmten Software und eines speziellen Kabels auf die jeweiligen Kanäle programmieren kann. Ein schnelles Umschalten der Kanäle ist somit ausgeschlossen. Auf das Frequenzband „LPR“, was für Low Power Device steht, gehen wir nun nicht weiter drauf ein, weil es zum einen der Sendeleistung von mageren 10 mW nicht wirklich gut für große Airsoft-Events geeignet ist und zum andern es so gut wie kaum noch Geräte auf dem Markt gibt, mal abgesehen von dem recht mageren Zubehör. Am meisten Auswahl an verschiedenen Geräten und Zubehör hat man nun mal bei den PMR-Geräten. Man bekommt solche Geräte schon ab 30,- Euro was gerade den Anfängern zugute kommt. So kann man erst einmal für kleines Geld sich eine Grundausstattung zulegen. Bei den PMR Geräten gibt es auch sog. „Profi-Geräte“, die sehr robust gebaut und auch Spritzwasser geschützt sind, so das man auch mal im Regen nass werden kann ohne gleich Angst um sein Funkgerät haben zu müssen. Natürlich darf man dann nicht vergessen das diese Geräte auch dementsprechend teuer sind. Gute PMR Geräte gehen so ab 100 Euro los, meistens mit etwas Zubehör wie zum Beispiel einem Akku und einem Tischladegerät. Man muss auch beachten dass das ganze Zubehör was es auf  dem Markt gibt untereinander nicht immer zu 100% kompatibel ist. So kann man ein Handmikrofon von der Firma „K“ nicht so ohne weiteres an ein Funkgerät der Fa „A“ anschließen. Der Grund liegt darin das es im Bereich Funk keine einheitlichen DIN-Normen gibt und somit die Hersteller die Belegung der Stecker frei wählen können. Wenn man aber etwas geschickt mit  einem Lötkolben umgehen kann, kann man sich entweder einen Adapter recht schnell und einfach selber bauen oder sich die Stecker einfach umlöten, soweit das denn möglich ist. Das Problem an der ganzen Sache ist nur die verschiedenen Steckerbelegungen herauszubekommen. Auch in den Zeiten der Suchmaschinen ist das manchmal nicht so einfach und kann ganz schön langwierig werden. Umbauarbeiten an den Geräten selber ist nicht erlaubt. Man darf auch keine andere Antenne an sein Gerät anbringen, wenn das ab Werk nicht vorgesehen ist. Wenn man also ein Gerät besitzt, mit einer fest angebauten Antenne, dann darf man diese nicht abnehmen um z.B. eine größere oder eine ext. Antenne anzubringen. Alle PMR Geräte die in Deutschland betrieben werden, müssen mit einem amtlichen deutschen Zulassungszeichen versehen sein. Eine CD-Kennzeichnung genügt nicht. Ausnahmen gibt es nur für ausländische Besucher die Ihre Geräte mitgebracht haben. (Stand 11.99) PMR ist in den meisten europäischen Ländern erlaubt und auch Anmelde– und Gebührenfrei. Leider gab es auch hier in der Vergangenheit einige Ausnahmen, wie z.B. Frankreich, Italien und Belgien. Nach dem Stand von 11.99 war der Betrieb von PMR-Funkgeräten in Belgien noch Anmelde- und Gebührenpflichtig und in Frankreich bestand nur eine Anmeldepflicht bei den Behörden und das der Betrieb des Kanals 1 und 2 nicht gestattet war. In Italien besteht auch noch eine Anmeldepflicht aber nur für Nutzer die in Italien Ihren Hauptwohnsitz haben. Urlauber können Ihre PMR-Geräte für die Dauer ihres Urlaubes die Geräte uneingeschränkt benutzen. Mittlerweile gibt es in Frankreich keine Einschränkungen mehr für die ersten beiden Kanäle, jetzt dürfen nun alle 8 Kanäle frei benutzt werden. In Belgien ist die Anmelde– und Gebührenpflicht ebenfalls passe. In Norwegen gab es auch einige Einschränkungen die mittlerweile auch alle aufgehoben wurden. Selbstverständlich können wir für diese Angaben keine Gewähr übernehmen, da die Regelungen ständig gerändert werden. Am besten macht man sich vorher schlau, bevor man ins benachbarte Ausland fährt und seine PMR-Geräte mitnehmen möchte. Da es noch ältere LPR und auch Kombigeräte, die PMR und LPD miteinander vereinen, auf dem Markt gibt, sollte man besondere Vorsicht walten lassen, da diese Geräte in manchen Ländern komplett verboten sind. Auch hier gilt sich vorher schlau zu machen bevor man mit den Behörden der anderen Länder Ärger bekommt. Auf der Seite www.hobbyradio.de findet man aktuelle Informationen über die verschiedenen Bestimmungen wenn man mit seinem Funkgerät ins Ausland fahren möchte.

Nach dem ganzen Zulassungen bleibt ja noch die Frage offen welche Reichweite die PMR-Geräte überhaupt haben…? Einige Hersteller reden ja von bis zu 8 km aber das sind leider mal wieder nur theoretische Werte. Allzu große Reichweiten kann man sich ja bei 0,5 Watt Sendeleistung nicht erhoffen, aber dank des Frequenzbandes kann man doch für die kleinen Geräte recht hohe Reichweiten erzielen. Die unten stehende Tabelle zeigt die möglichen Reichweiten bei den PMR-Geräten auf.
Alles in allem hat sich PMR einen festen Platz im Airsoft gesucht und ihn auch gefunden. Die kompakten Geräte und die reiche Auswahl an Zubehör haben genauso für den Erfolg beigetragen wie der geringe Preis für manche Modelle. Auch wenn die Bundesnetzagentur die Frequenzen erst einmal bis zum 31.12.2013 befristet hat, kann man wohl davon ausgehen das diese Zuteilung noch verlängert wird, da es einen sehr großen Markt gibt mit vielen Benutzern und die Frequenzen nun mittlerweile auch in (fast) ganz Europa (EU) freigegeben sind.

Reichweite der PMR-Geräte

Unbebautes Land, auf dem Wasser, freie Sichtverbindung

Bis zu 5 Kilometer und mehr

Leicht hügelig, Wälder, etc.

Bis zu 3 Kilometer

Leicht bebautes Land, kleinere Ortschaften, etc.

Bis zu 2 Kilometer

Innerhalb größerer Ortschaften, Städte (je nach Bebauung)

Bis zu 1,5 Kilometer

Innerhalb einer Großstadt mit sehr hohen Häusern und viel Beton

Bis zu 800 Meter

Innerhalb von Gebäuden (mit Betonwänden)

Bis zu 400 Meter

nach oben

© 2008-2017 by Webmaster , SWAT-Einsatz-Team.de ; bestimmte Rechte vorbehalten.

Impressum | Datenschutzerklärung